Kindheit und Jugend

La Vie wünscht eine unbeschwerte Zeit!

Die richtige Ernährung ist in der Kindheit und Jugend von großer Bedeutung:

Optimale Ernährung ermöglicht vollständiges körperliches Wachstum und geistige Entwicklung. Durch ungenügende Nährstoffzufuhr in diesen Jahren können Schäden entstehen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind. In der Kindheit werden Essgewohnheiten und Vorlieben geprägt, daher sollte man Wert auf eine gesunde Ernährung legen, denn diese Essgewohnheiten bleiben oft ein Leben lang erhalten. Eine Ernährung, die den Bedürfnissen der Kindheit und Jugendjahre nicht entspricht, vergrößert die Möglichkeit, dass sich später im Leben chronische Krankheiten, wie z.B. Osteoporose oder Herzerkrankungen entwickeln.

Während des Wachstums sind Energie und Proteine außerordentlich wichtig. Der Energiebedarf eines Kindes ist groß, weil der Grundstoffwechsel von Kindern hoch ist. Kinder sind sehr aktiv und brauchen für ihr Wachstum sehr viel Energie. Ein siebenjähriges Kind benötigt ebenso viele Kalorien wie seine erwachsene Mutter. Fette sind als Quelle konzentrierter Energie sehr wichtig. In der Regel decken Kinder ihren täglichen Energiebedarf etwa 40 % - 50 % mit Fett. Kinder sollten so wenig wie möglich gesättigtes und gehärtetes Fett zu sich nehmen, da das die Grundbausteine für spätere Herzerkrankungen, Bluthochdruck und Übergewicht sind.

Auch bei der Menge an Zucker sollte darauf geachtet werden, wie viel das Kind zu sich nimmt. Ein übermäßiger Verzehr von stark zuckerhaltigen Nahrungsmitteln kann das Risiko für Karie und Übergewicht erhöhen.

Neben dem Energiebedarf ist auch der Mikronährstoffbedarf bei Kindern sehr hoch, besonders während des schnellen Wachstums in der Pubertät. Die Nährstoffe an denen es am häufigsten mangelt, sind B-Vitamine (insbesondere B6 und B9/Folsäure), Vitamin C, Vitamin D und die Mineralstoffe Eisen, Zink und Calcium.

Der Bedarf an B-Vitaminen und Vitamin C ist in der Kindheit und in der Pubertät besonders hoch. Das liegt daran, dass der Bedarf an Vitamin B mit dem Bedarf an Energie ansteigt und in der Pubertät am höchsten ist. Vitamin B spielt eine wichtige Rolle beim Protein-Stoffwechsel, deshalb wird es für den Aufbau von neuer Muskulatur, Knochen und anderen Organen reichlich benötigt. Vitamin C wird vor allem für den optimalen Aufbau von Knorpel, Knochen und Bindegewebe in Haut und Blutgefäßen in großen Mengen benötigt.

Wichtig während des Wachstums ist auch Eisen. Der Eisenbedarf von Kindern und Jugendlichen ist sehr hoch – ein zwölfjähriger Junge benötigt etwa 25 % mehr Eisen als sein erwachsener Vater. Die Ernährung vieler Kinder liefert aber nicht genug Eisen. Orangensaft verdoppelt die Aufnahmefähigkeit des Körpers für Eisen aus der Nahrung, während Milch sie stark vermindert. Wenn die Hauptquelle für Protein in einer Mahlzeit Fleisch, Fisch oder Geflügel ist, wird viermal mehr Eisen aufgenommen, als wenn das Protein in Form von Milchprodukten oder Eiern zugeführt wird. Bei Kindern und Jugendlichen, die nicht genügend Eisen durch die Nahrung aufnehmen, sollten zusätzlich 5 mg - 10 mg Eisen durch Nahrungsergänzungen zugeführt werden.

Bis zum Alter von 20 Jahren werden 90 % der maximalen Knochenmasse eines Menschen aufgebaut. Neben dem Säuglingsalter ist vor allem die Pubertät durch ein besonders rasches Knochenwachstum gekennzeichnet. Osteoporose ist eigentlich eine Kinderkrankheit, die im Erwachsenenalter schlecht zu therapieren ist. Eine der wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen ist die gute Versorgung mit Vitamin D und Calcium in der Kindheit und im jungen Erwachsenenalter. Vom ersten bis zum 12. Lebensjahr wird die regelmäßige Einnahme von 1.000 – 2.000 I.E. Vitamin D3 pro Tag empfohlen. Übergewichtige Kinder benötigen in Abhängigkeit des Körpergewichts und der Fettmasse 2 – 3 Mal so viel Vitamin D3 wie Normalgewichtige um einen normalen 25-OH-D-Status aufrecht zu erhalten.

Nachhaltig wird das Wachstum bei Kindern und Jugendlichen auch durch einen Mangel an Zink beeinflusst, dass kann auch die Entwicklung zur Geschlechtsreife hinauszögern. Selbst ein geringfügiger Zinkmangel kann das Wachstum verlangsamen und ein Kind davon abhalten seine volle Größe zu erlangen. Viele Kinder bekommen nicht genug Zink, da ihre Ernährung zu wenig Vollkornprodukte, Fleisch und Fisch enthält.

 Nährstoffbedarf von Kindern und Jugendlichen:

Vitamine

Vitamine Empfohlene Tagesdosis
Thiamin (B1) 2 - 5 mg
Riboflavin (B2) 2 - 5 mg
Niacin/Niacinamid(B3) 25 - 50 mg
Pantothensäure (B5) 5 - 10 µg
Pyridoxin 10 - 25 mg
Biotin 75 - 150 µg
Folsäure (B9) 400 µg
Cobalamin (B12) 2 - 5µg
Vitamin A 1 mg (3 mg Beta Carotin)
Vitamin C 200 mg
Vitamin D 10 µg
Vitamin E 20 - 50 mg

Mineralstoffe & Spurenelemente

Mineralstoffe & Spurenelemente Empfohlene Tagesdosis
Kalzium (Ca) 600 mg
Magnesium (Mg) 300 mg
Eisen (Fe) 10 - 20 mg
Zink (Zn) 10 - 20 mg
Kupfer (Cu) 2 - 3 mg
Selen (Se) 100 µg
Jod (I) 150 µg
Mangan (Mn) 2 - 5 mg
Fluor (F) 1 - 2 mg
Chrom (Cr) 100 - 200 µg
Molybdän (Mo) 150 - 250 µg