Weihnachtsgeschichte

Eine ganz persönliche Begegnung mit einem besonderen Harz!

Der Duft von Weihrauch erinnert mich an meine Kindheitstage auf dem Land. An sonntägliche Kirchenbesuche mit meinem Großvater. Immer wenn der Pfarrer Weihrauch schwenkend durch den langen Gang der Kirche schritt, empfand ich diesen Duft sehr befremdlich. Ich lenkte mich ab und dachte an das pinke Erdbeereis, das mir mein Opa gleich nach dem Kirchgang spendieren würde.

So duftet Weihnachten

Erst viele Jahre später, als Erwachsene, entdeckte ich die Besonderheit dieses Harzes. Eine Freundin schenkte mir in der Vorweihnachtszeit ein kleines Päckchen. „Weihrauch aus dem Oman“ stand in zarten, geschwungenen Lettern auf dem Säckchen. Dazu ein wunderhübsches Räucherstövchen, geschnitzt, orientalisch. Es zauberte magische Lichtspiele in meine kleine Küche. Aus reiner Neugierde legte ich ein paar der bernsteinfarbigen Körner auf das Räuchergitter des Stövchens. Was danach geschah, war tatsächlich „magic“. Ein wohlig-würzig-warmer Duft nahm die Küche ein, strömte durch den Flur ins Wohnzimmer hinüber und erfüllte auch diesen Raum mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Festlich irgendwie und exquisit. Seit diesem „Magic Moment“ an gehört bei uns der betörende Geruch von Weihrauch genauso zur Weihnachtszeit wie der süße Duft von frisch gebackenen Vanillekipferln und dem schmelzenden Wachs der Kerzen am Adventskranz.

 

Das Ritual des Räucherns

Flashback aufs Land. Diesmal nach St. Veit im Pongau, wo ich die magische Kraft des Weihrauchs und des Räucherns von einer sehr traditionellen, naturverbundenen und spirituellen Seite kennenlernte. Eine Reportage für ein Magazin führte mich in den Salzburger Pongau. Dort hat das Ritual des „Rauchengehens“ eine lange Tradition. Das Bergbauernehepaar Rosa und Toni Steinberger vom „Innerrossruck-Hof“ am Klingelberg in St. Veit lud mich ein, an dieser ganz besonderen Zeremonie teilzunehmen. Und so war ich live dabei, als Bäuerin Rosa den Holzofen in der Küche befeuerte, während ihr Mann Toni eine schwere, uralte gußeiserne Pfanne hervorholte und diese auf dem Ofen platzierte. Bald schon zog er brennheiße, glühende Holzscheite aus den Flammen, warf sie in die Pfanne, dazu kamen der Weihrauch und ein hübsch gebundenes Kräuterbüschl, das während des ganzen Jahres über gesammelt wurde. Es bestand aus Salbei, Ringelblume, Lavendel, Königskerze, wildem Majoran und wilder Minze. „Zisch“ machte es und eine dichte Rauchwolke braute sich in der Küche zusammen. Doch bevor die eigentliche Räucherzeremonie rund um Haus und Hof, bis in den Stall losgehen konnte, gibt es im Hause Steinberger einen ganz besonderen Brauch: Jedes Familienmitglied hält seine Mütze über die rauchende Pfanne, „füllt“ sie mit dem aufsteigenden Rauch und dem wohlriechenden Duft des Weihrauchs. „Der Rauch der Kräuter soll das ganze Jahr vor Kopfweh schützen“, klärte mich Rosa auf. Auch ich bekam damals eine bunte Ringelmütze aufgesetzt.

Weihrauch als Heilmittel

So viel zu meinen bisherigen Erfahrungen mit Weihrauch. Zugegeben, viele Erlebnisse waren es nicht, dafür umso eindrücklichere. Vor kurzem fiel mir ein Nahrungsergänzungsmittel mit dem Namen „Weihrauch-Extrakt“ in die Hände. Weihrauch zum Essen? Wie soll das gehen? Schmecken? Und wofür gut sein? Ich frage nach bei Christof Dietrichsteiner, dem Eigentümer des Salzburger Nahrungsergänzungsmittel-Unternehmens LaVie. „Weihrauch hat eine heilende Wirkung. Nicht nur äußerlich angewandt, wie z.B. in der Aromatherapie, sondern auch innerlich, in der Form von Kapseln. Weihrauch enthält eine Säure, die Boswelliasäure, die stark entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt. Unsere Kunden berichten von sehr guten Erfolgen speziell bei entzündlichen Erkrankungen wie Asthma oder Morbus Crohn“, erzählt Dietrichsteiner.

 

Das Königsgeschenk

Na bitte. Dieses besondere Baumharz scheint ja ein ziemliches Universalgenie zu sein und kann viel mehr, als „nur“ Weihnachtszauber zu verbreiten. Und das wussten nicht nur die alten Ägypter und Griechen, die aus Weihrauch entzündungshemmende Salben und Räuchermittel herstellten. Sogar die drei Weisen aus dem Morgenland, die für das Jesuskind nur die kostbarsten Gaben auswählten, brachten Weihrauch mit. Nur welcher der drei Könige war es? Daran erinnere ich mich beim besten Willen nicht mehr … Wissen Sie es?

 

Dann schreiben Sie uns an: info(at)lavie.at! Wir freuen uns über Ihre Zuschriften bis 6. Jänner 2022 und wünschen Ihnen viel Glück!

 

Renate Sallaberger ist freiberufliche Texterin und Journalistin.
Seit geraumer Zeit verpasst sie Texten aus dem Hause LaVie einen letzten Feinschliff und lernt dabei jede Menge über die unerschöpfliche Kraft der Natur.